Nächstes Spiel
Meisterschaft Nationalliga B
Sa, 14.11.2026 | 18:00 Uhr
Matchblatt
Sporthalle Aue, Baden

vs.

Baden Endingen
BSV Stans
Gemeinsam anpacken – auf und neben dem Spielfeld
(ms) Die Nationalmannschaftspause nutzt die HSG Baden-Endingen nicht nur für Training und Regeneration. Bei einem aussergewöhnlichen Teamevent beim langjährigen Partner Gebr. Knechtli AG in Lengnau bewiesen Spieler und Staff, dass Teamgeist und Einsatzbereitschaft weit über das Handballfeld hinausgehen. Auch am traditionellen Turnerabend vom kommenden Wochenende in Endingen packt die Mannschaft tatkräftig mit an.
Normalerweise fliegen die Harzbälle durch die Sporthallen Aue und GoEasy. Doch in der Nationalmannschaftspause bot sich ein ungewohntes Bild: Statt Tore zu erzielen, schleppten die Handballer im Industriequartier von Lengnau Autofelgen. Zwei frisch angelieferte Lastwagencontainer warteten bei der Gebr. Knechtli AG darauf, ausgeladen zu werden. Eine Aufgabe, bei der Muskelkraft, Ausdauer und gemeinsames Anpacken gefragt waren.
Für die Mannschaft war der Einsatz mehr als eine Abwechslung vom Trainingsalltag. Er bot die Gelegenheit, den Teamzusammenhalt zu stärken und gleichzeitig einem treuen Partner für dessen langjährige Unterstützung etwas zurückzugeben.
Ein aussergewöhnliches Krafttraining für einen treuen Partner
Die Gebr. Knechtli AG ist ein schnell gewachsener Familienbetrieb, der sich mit Ersatzteilen für über 40 Automarken, kompetenter Beratung und Reparaturlösungen schweizweit einen Namen gemacht hat. Geschäftsführer Matthias Knechtli ist dem regionalen Spitzenhandball eng verbunden. Er unterstützt die HSG Baden-Endingen als Sponsor und engagiert sich persönlich als Mitglied der Geschäftsleitung. Entsprechend gross war seine Freude über den Besuch der Handballer. Spieler und Staff packten gemeinsam an und sorgten mit vereinten Kräften dafür, dass die beiden Container ausgeladen wurden. Ein durchaus anspruchsvolles alternatives Krafttraining.
Für Trainer Stević passte der Anlass ideal in die aktuelle Meisterschaftsphase. Während Topscorer Thomann bei der Juniorennationalmannschaft weilt, Bieri mit der US-Nationalmannschaft in Dänemark trainiert und Zuber Militärdienst leistet, nutzen mehrere angeschlagene Spieler die Pause zur Regeneration. Stević steht derzeit nur etwa die Hälfte seines Kaders zur Verfügung. Trainiert wird dennoch weiterhin in der Aue und im GoEasy sowie beim Krafttrainingspartner Fit4life. Im Mittelpunkt stehen individuelle Technik und Automatismen in Kleingruppen. Der gemeinsame Arbeitseinsatz in Lengnau war dazu eine willkommene Ergänzung.
Teamgeist entsteht nicht erst in den entscheidenden Spielminuten
Wer im Handball erfolgreich sein will, braucht mehr als individuelle Klasse und eine gute Spieltaktik. Gerade in engen Partien, wenn die Kräfte nachlassen und wenige Sekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, sind gegenseitiges Vertrauen, Einsatzbereitschaft und der Wille, füreinander einzustehen, entscheidend.
Solche Eigenschaften wachsen durch gemeinsame Erlebnisse. Beim Entladen der Container spielte es keine Rolle, wer normalerweise die meisten Tore erzielt oder auf dem Spielfeld Verantwortung übernimmt. Alle waren gleichermassen gefordert. Jeder Handgriff zählte, und je besser die Zusammenarbeit funktionierte, desto schneller ging die Arbeit voran.
Für Trainer Stević sind Zusammenarbeit, Motivation und Durchhaltewillen wichtige Bestandteile der Mannschaftskultur. Tugenden, die sich nicht auf Knopfdruck abrufen lassen, sondern gemeinsam entwickelt werden müssen.
Wenn es in den kommenden Meisterschaftsspielen eng wird, kann genau dieser Zusammenhalt den Unterschied ausmachen. Dann braucht es Spieler, die Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig antreiben und bis zur letzten Sekunde alles geben. Die Grundlage dafür entsteht auch bei gemeinsamen Erlebnissen wie jenem in Lengnau.
Verwurzelt in der Region – gemeinsam auf dem Weg nach oben
Der Einsatz bei der Gebr. Knechtli AG zeigt, wie wichtig Baden-Endingen die Nähe zu ihren Partnern ist. Sponsoren tragen mit ihrem finanziellen und persönlichen Engagement entscheidend dazu bei, dass Spitzenhandball in der Region möglich ist. Mit ihrem Arbeitseinsatz setzten die Spieler ein sympathisches Zeichen der Wertschätzung und zeigten, dass Partnerschaften auch abseits des Spielfelds gelebt werden.
Und der nächste Einsatz abseits des Handballfelds steht bereits bevor. Am kommenden Wochenende tauschen die Spieler ihre Harzbälle erneut gegen eine ungewohnte Aufgabe ein. Beim traditionellen Turnerabend in Endingen unterstützen sie den örtlichen Turnverein im Service. Statt Tore zu werfen, werden sie Gäste bedienen und damit ihren Beitrag zu einem gelungenen Vereinsanlass leisten. Solche Einsätze unterstreichen die enge Verbundenheit von Baden-Endingen mit den Menschen und Vereinen der Region. Viele der Gäste, denen die Handballer am Turnerabend begegnen, gehören auch zu jenen Zuschauern, die das Team während der Meisterschaft von der Tribüne aus anfeuern. Aus Spielern werden für einen Abend Helfer, aus Zuschauern Gäste – und aus der gemeinsamen Begeisterung für den Sport entsteht eine Verbundenheit, die weit über den Spielbetrieb hinausreicht. Die Mannschaft weiss, dass sie ihren Weg an die Spitze nicht allein geht. Hinter ihr stehen Menschen, Unternehmen und Vereine, die mit viel Herzblut zum Erfolg beitragen.
Ab nächster Woche rückt der sportliche Alltag wieder in den Vordergrund. Mit Stans, Emmen und Chênois warten im November drei anspruchsvolle Gegner, die zu den Meisterschaftsfavoriten zählen. Dann wird sich zeigen, wie gut Baden-Endingen die spielfreie Zeit genutzt hat – spielerisch und als Gemeinschaft.
Den nächsten Ernstkampf bestreitet die HSG Baden-Endingen am Samstag, 14. November, um 18.00 Uhr in der Sporthalle Aue gegen das Innerschweizer Spitzenteam BSV Stans. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Zuschauer und lautstarke Unterstützung von den Rängen. Denn was beim gemeinsamen Anpacken in Lengnau und beim Helfen am Turnerabend sichtbar wird, soll auch auf dem Spielfeld gelten: Jeder gibt alles für den anderen. Und gemeinsam lässt sich mehr erreichen als allein.








