Nächstes Spiel

Meisterschaft Nationalliga B
Sa, 14.11.2026   |  18:00 Uhr
Matchblatt
Sporthalle Aue, Baden

vs.

Baden Endingen

BSV Stans

Ein Abpraller besiegelt das bittere Cup-Aus von Baden-Endingen

Mobiliar Cup 1/8-Final: SG Yellow/ Pfadi Espoirs – HSG Baden-Endingen 28:27 (16:16)

(ms) Für die HSG Baden-Endingen ist die Reise im Mobiliar Cup beendet. Die Aargauer unterliegen im Achtelfinal der SG Yellow/Pfadi Espoirs in Winterthur denkbar knapp mit 28:27 (16:16). Nach einer über weite Strecken durchzogenen Leistung kämpft sich Baden-Endingen in der Schlussphase zurück, muss sich nach einem unglücklichen Gegentreffer kurz vor Schluss aber geschlagen geben.

Es war ein Cup-Abend, den sich die HSG Baden-Endingen ganz anders vorgestellt hatte. Gegen die junge und kämpferisch auftretende SG Yellow/ Pfadi Espoirs fanden die Aargauer bis zehn Minuten vor Schluss nie richtig zu ihrem Spiel. Zwar war die Begegnung beim Stand von 16:16 zur Pause völlig offen, doch über weite Strecken lief Baden-Endingen einem Rückstand hinterher. Erst in den letzten zehn Minuten gelang es der Mannschaft von Trainer Stević, den Druck auf die Gastgeber zu erhöhen und die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten.

Zu wenig Durchschlagskraft im Rückraum

Ein wesentlicher Grund für den schwierigen Spielverlauf lag im Angriffsspiel der Aargauer. Der verletzungsbedingt geschwächte Rückraum konnte nicht die gewohnte Durchschlagskraft entwickeln. Zu viel Verantwortung lastete auf den Schultern von Topscorer Thomann, der von seinen Nebenleuten nur wenig Unterstützung erhielt. Dadurch fehlte es an spielerischen Alternativen und Tempo, um die Winterthurer Defensive regelmässig vor grössere Probleme zu stellen.

Auch die Kreisspieler bekamen die Auswirkungen zu spüren. Weil es dem Rückraum zu selten gelang, Lücken in die gegnerische Abwehr zu reissen, entstanden kaum freie Räume am Kreis. Entsprechend selten konnten die Kreisläufer wirkungsvoll ins Angriffsspiel eingebunden werden. Baden-Endingen tat sich schwer, klare Torchancen herauszuspielen, während die Gastgeber ihre Möglichkeiten konsequent nutzten und die Aargauer auf Distanz hielten.

Dramatische Schlussphase mit bitterem Ende

Trotz aller Schwierigkeiten gab sich Baden-Endingen nicht geschlagen. In den letzten zehn Minuten kämpften sich die Aargauer Tor um Tor heran. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Brouwer schliesslich der Ausgleich zum 26:26. Die Partie war wieder offen, und plötzlich schien der Einzug in den Viertelfinal doch noch möglich.

Auch eine Minute vor Schluss stand es unentschieden. Die Spannung war kaum zu überbieten. Im letzten Angriff gerieten die Winterthurer unter erheblichen Druck, fanden keine Lösung gegen die Aargauer Defensive und wurden ins Zeitspiel gezwungen. Schliesslich blieb ihnen nur noch ein direkter Freistoss. Baden-Endingen konnte den Abwehrblock in Ruhe formieren und schien die Situation unter Kontrolle zu haben.

Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Der Abschluss wurde von einer Aargauer Hand geblockt und hoch in die Luft abgelenkt. Der Winterthurer Süss realisierte die Situation am schnellsten, sicherte sich den Abpraller und versenkte ihn zum 28:27 im Tor. Ein äusserst unglücklicher Gegentreffer, der Baden-Endingen kurz vor dem Schlusspfiff ins Hintertreffen brachte.

Noch blieb den Aargauern Zeit für einen letzten Angriff. Trainer Stević nahm ein Timeout und versuchte, seine Mannschaft auf den entscheidenden Spielzug einzustellen. Doch die erhoffte Antwort blieb aus. Statt einer letzten Torchance unterlief Baden-Endingen ein technischer Fehler, der den Ballverlust und damit die Entscheidung besiegelte. Während die Winterthurer ihren Einzug in den Viertelfinal ausgelassen feierten, blieb den Aargauern nur die bittere Erkenntnis, eine grosse Chance verpasst zu haben.

Nationalmannschaftspause kommt zum richtigen Zeitpunkt

So schmerzhaft das Ausscheiden auch ist, der Erfolg der SG Yellow/Pfadi Espoirs war nicht unverdient. Die jungen Winterthurer zeigten eine engagierte Leistung. Dennoch hätte die Begegnung mit etwas mehr Wettkampfglück durchaus zugunsten der Aargauer kippen können.

Entscheidend war letztlich, dass bei Baden-Endingen zu viele Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten blieben. Hinzu kamen die personellen Probleme, die sich besonders im Rückraum bemerkbar machten. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Rohr und Köchli wogen schwer. Auch Bühler und Šehić, die nach ihren Verletzungen noch nicht wieder bei voller Leistungsfähigkeit sind, konnten dem Spiel nicht die erhofften Impulse verleihen.

Für Baden-Endingen kommt die nun anstehende zweiwöchige Nationalmannschaftspause deshalb zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem Ausscheiden aus dem Cup gilt die volle Konzentration der Meisterschaft. Dort warten mit Stans, Chênois und Emmen drei anspruchsvolle Gegner auf die Mannschaft von Trainer Stević. Der November hat es für Baden-Endingen in sich und dürfte für den weiteren Saisonverlauf richtungsweisend werden. 

Bilder: Martin Deuring

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