Nächstes Spiel

Meisterschaft Nationalliga B
Sa, 17.10.2026   |  18:00 Uhr
Matchblatt
Sporthalle Aue, Baden

vs.

Baden Endingen

SG Yellow/ Pfadi Espoirs

Baden-Endingen wirft den NLB-Leader aus dem Cup

Mobiliar-Cup 1/16-Final: BSV Stans – HSG Baden-Endingen 31:34 (14:15)

(ms) Die HSG Baden-Endingen sorgt im Mobiliar Cup für ein weiteres Ausrufezeichen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einer leidenschaftlichen Abwehr und grossem Siegeswillen bezwingen die Aargauer den favorisierten BSV Stans auswärts mit 31:34 (14:15). Damit zieht das Team von Trainer Stević verdient in den Cup-Achtelfinal ein und unterstreicht eindrücklich seine Ambitionen in dieser Saison.

Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Mit dem BSV Stans wartete eine der grössten Herausforderungen der bisherigen Saison auf Baden-Endingen. Die Innerschweizer führen die Tabelle der Nationalliga B verlustpunktfrei an und haben mit ihrer Teilnahme am letztjährigen Final4 auch ihre Cup-Qualitäten eindrücklich unter Beweis gestellt. Doch Baden-Endingen reiste nicht nach Stans, um dem Favoriten die Bühne zu überlassen. Die Mannschaft wollte zeigen, dass sie sich in den vergangenen Wochen weiterentwickelt hat und auch gegen die stärksten Gegner bestehen kann.

Nach schwierigem Start zeigt Baden-Endingen Charakter

Zunächst schien allerdings alles für die Gastgeber zu laufen. Angetrieben vom heimischen Publikum erwischte Stans den besseren Start und lag nach elf Minuten mit 5:2 in Führung. Besonders Juniorennationaltorhüter Wey machte den Aargauern das Leben schwer. Mit zahlreichen starken Paraden vereitelte er selbst beste Abschlussmöglichkeiten und verhinderte, dass Baden-Endingen früh in seinen Rhythmus fand.

Doch statt sich vom Rückstand verunsichern zu lassen, rückten die Gäste noch enger zusammen. Mit zunehmender Spieldauer griffen die Abläufe besser ineinander, Torhüter Bachmann setzte wichtige Akzente und die Mannschaft fand über eine engagierte Abwehrarbeit zurück ins Spiel. Jeder erfolgreiche Zweikampf, jede Parade und jeder gewonnene Ball verlieh den Aargauern zusätzliche Energie.

Was folgte, war ein intensives Duell zweier Spitzenteams, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Kurz vor der Pause bewies Baden-Endingen dann besondere Nervenstärke: 15 Sekunden vor der Sirene erzielte Thomann den Ausgleich, ehe Zuber praktisch mit dem Pausenpfiff einen Gegenstoss zur 14:15-Führung verwertete. Innerhalb weniger Sekunden hatten die Gäste die Partie gedreht und sich eine ausgezeichnete Ausgangslage für die zweite Halbzeit geschaffen.

Eine Abwehr, die gemeinsam kämpft und begeistert

Nach dem Seitenwechsel setzte Baden-Endingen die taktischen Vorgaben von Trainer Stević konsequent um. Herzstück des Erfolgs war die kompakte 6:0-Abwehr, die besonders im Zentrum kaum Lücken zuliess. Die Aargauer gewannen zahlreiche Eins-gegen-eins-Duelle, unterstützten sich gegenseitig und verhinderten mit schnellem Rückzugsverhalten gefährliche Gegenstösse der Stanser.

Die Freude an der Abwehrarbeit war deutlich spürbar. Gewonnene Zweikämpfe wurden gemeinsam gefeiert und der wachsende Zusammenhalt zeigte sich in jeder Aktion. Auch offensiv überzeugte Baden-Endingen mit clever herausgespielten Torchancen und erarbeitete sich einen Vorsprung von zwei bis drei Treffern. Thomann übernahm mit fünf Toren in Folge Verantwortung und bewies erneut seine Sicherheit vom Siebenmeterpunkt. Anschliessend setzte Giovanelli mit drei Treffern hintereinander wichtige Akzente.

Wie gefestigt die Mannschaft inzwischen ist, zeigte sich in der 51. Minute, als Čagalj und Rohr kurz hintereinander Zeitstrafen kassierten. Auch die doppelte Unterzahl meisterte Baden-Endingen souverän und verteidigte den Vorsprung bis zum verdienten 31:34-Auswärtssieg. Trainer Stević fasste die Leistung treffend zusammen: «50 Minuten haben wir hier in Stans gut gespielt und darum verdient gewonnen!»

Mit Teamgeist und Selbstvertrauen in die nächsten Aufgaben

Der Einzug in den Cup-Achtelfinal bestätigt den eingeschlagenen Weg. Baden-Endingen überzeugt mit einer starken Teamleistung, setzt die Vorgaben des Trainers diszipliniert um und beweist auch in schwierigen Situationen grossen Zusammenhalt. Die Mischung aus Leidenschaft, Spielfreude und einer soliden Abwehr macht die Mannschaft zu einem gefährlichen Gegner.

Bereits am 14. November treffen die Aargauer in der Meisterschaft erneut auf den BSV Stans. Zunächst steht aber das nächste Heimspiel an: Am Samstag um 18 Uhr empfängt Baden-Endingen die Yellow/Pfadi Espoirs in der Sporthalle Aue.

Wer den Teamgeist und die Spielfreude dieser Mannschaft hautnah erleben möchte, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Mit lautstarker Unterstützung der Fans soll die Aue zur Festung werden. Denn eines ist nach diesem Cup-Abend klar: Baden-Endingen hat nicht nur das Potenzial, starke Gegner zu schlagen – diese Mannschaft macht auch richtig Lust auf mehr Handball!
 

Bilder: Marc Schurgast

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