Nächstes Spiel

Meisterschaft Nationalliga B
Mi, 18.02.2026   |  20:00 Uhr
GoEasy, Station Siggenthal
Matchblatt Rückrunde

vs.

Baden Endingen

TV Möhlin

Moral bewiesen – Baden-Endingen trotzt Personalsorgen

NLB: SG Wädenswil/Horgen – HSG Baden-Endingen 32:32 (13:16)

(ms) Die HSG Baden-Endingen hat sich am Zürichsee einen hart erarbeiteten Punkt gesichert. Beim 32:32 (16:13) gegen die SG Wädenswil/Horgen überzeugten die Aargauer trotz stark dezimiertem Kader mit einer geschlossenen Teamleistung. Angeführt wurde die Mannschaft vom erst 16-jährigen Janis Thomann, der mit dreizehn Treffern eine überragende Leistung zeigte. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre gar der zweite Punkt möglich gewesen – Baden-Endingen lag während der gesamten Partie nie in Rückstand.

Die personelle Situation bei Baden-Endingen bleibt angespannt. Mit Vanja Sehic, Marco Giovanelli und Ivan Koncul fehlte verletzungsbedingt eine komplette Aufbauer-Reihe. Trainer Milicic musste am Zürichsee ohne Wechselmöglichkeiten im Rückraum auskommen. Für Bucher, Bühler und Thomann bedeutete dies deutlich mehr Einsatzzeit als gewohnt – Verschnaufpausen waren kaum möglich

Auch Wädenswil/Horgen hatte mit Ausfällen zu kämpfen, reagierte jedoch kurzfristig und verstärkte sich mit den QHL-erfahrenen Jann Bamert und Luigj Quini von GC Amicitia Zürich. Entsprechend engagiert traten die Zürcher auf, die sich im Abstiegskampf Luft verschaffen wollen.

Baden-Endingen fand jedoch schneller in die Partie. Nach zehn Minuten führten die Gäste mit 3:6. Im Angriff agierte Baden-Endingen geduldig und suchte konsequent die besten Abschlusssituationen. Immer wieder übernahm Thomann Verantwortung und riss das Spiel an sich. Dahinter sorgte Torhüter Bachmann mit wichtigen Paraden dafür, dass der Vorsprung Bestand hatte.

Gegen Ende der ersten Halbzeit machte sich die hohe Belastung bemerkbar. Ohne personelle Entlastung schlichen sich Fehler ein, Wädenswil/Horgen verkürzte in der 27. Minute auf 12:13. Doch Baden-Endingen fing sich rechtzeitig: Juric, Thomann und Rilak stellten den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Mit einer verdienten 13:16-Führung ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Aargauer das Geschehen lange. Bis zur 50. Minute geriet die Führung kaum ernsthaft in Gefahr. Rilak organisierte die Defensive mit Übersicht und viel Einsatz, während Thomann im Angriff weiter Akzente setzte. Doch mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte. Technische Fehler häuften sich, Zuspiele an den Kreis misslangen, Abschlüsse wurden überhastet genommen.

Wädenswil/Horgen nutzte diese Phase konsequent und kämpfte sich zurück. In Unterzahl kassierte Baden-Endingen zwanzig Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 32:32 durch Burgherr. Zehn Sekunden vor dem Ende nahm Milicic ein letztes Timeout. Zwar kam Zuber noch zu einem Abschluss, doch der Siegtreffer blieb aus.
Angesichts des Spielverlaufs fühlt sich das Remis eher wie ein verlorener Punkt an. Gleichzeitig unterstreicht der Auftritt die Moral und den Zusammenhalt der ersatzgeschwächten Aargauer. Mit dieser kämpferischen Teamleistung und einem überragenden Janis Thomann setzte Baden-Endingen ein starkes Zeichen.
Nun richtet sich der Blick auf das Aargauer Derby vom kommenden Mittwoch im GoEasy gegen den TV Möhlin. Sollten einzelne Verletzte zurückkehren, bietet sich die Chance, im Aargauer-Derby zu Möhlin aufzuschliessen.

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